Kita Seidelstraße Jena erhält Kinder- und Jugendpreis

Die Kindertagesstätte Seidelstraße Jena des Studentenwerks Thüringen hat den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis des Kinder- und Jugendpreises 2015 von Paritätischer Bunt-Stiftung und der Sparkassen Finanzgruppe Hessen Thüringen erhalten. Das Projekt „Wohnt Oma schon im Himmel?“ berührte die Jury, da es sich mit dem sensiblen Thema der Auseinandersetzung und Begegnung zwischen Jung und Alt beschäftige. „Wir sind überrascht und freuen uns sehr, dass das Projekt mit einem Preis geehrt wurde, erklärt die Leiterin der Kindertagesstätte Seidelhaus, Sabine Ackermann. Gemeinsam mit der Palliativstation der Universitätsklinik, ehrenamtlichen Helfern und den Eltern der Kita-Kinder wurde das Projekt durchgeführt. Es war Teil eines über zwei Jahre laufenden Projektes zum Thema „Gefühle“, in dessen Verlauf die Kinder auch sehr behutsam an das Thema „Klinikum und Palliativstation“ herangeführt wurden. Zunächst lernten sie das Klinikum im Allgemeinen kennen, indem sie sich eine Kunstausstellung auf den Fluren des Gebäudes anschauten. Später besuchten die Kinder schließlich die Palliativstation selbst, es gab Gespräche mit den Kindern über das Thema „traurig sein“, Krankheit, Krankenhaus, Sterben und Tod und es fand ein Elternabend statt. „Es ging dabei vor allem darum, die Kinder anzuregen, etwas über Gefühle zu lernen, sie auszusprechen und auch traurige Begebenheiten zu verbalisieren“, so Sabine Ackermann. Innerhalb des Projektes entstanden auch viele Kinderzeichnungen zum Thema „Gefühle“. So kam es zur Idee, die Kunstwerke in der Palliativstation auszustellen. Die gesamte Station wurde mit den Kunstwerken der Kinder ausgestaltet. Für die Patientenzimmer gab es eigens von den Kindern hergestellte Engelbilder. Jedes war ein absolutes Unikat. Zur Vernissage kamen neben den Patienten und deren Angehörigen sowie dem Personal der Palliativstation auch die Kinder mit ihren Erzieherinnen und ihren Eltern. Es fanden beeindruckende Begegnungen statt. Die Patienten waren sehr offen für die Kinder und dankbar. So gestaltete sich die Ausstellung als großer Erfolg. Die Bilder waren nicht nur schön anzusehen, sondern konnten sogar therapeutisch genutzt werden, z.B. um biografisch mit Patienten zu arbeiten. Auch wurden die Patienten motiviert, für einen Ausstellungsbesuch das Krankenzimmer zu verlassen. Das Team der Palliativstation öffnete sich der breiten Masse und so gelang es, palliative Kultur über die Grenzen des Klinikums hinaus zu vermitteln, gegenseitig voneinander zu lernen und miteinander zu leben. „Was mit dem Preisgeld geschehen wird, wollen wir noch mit den Kindern und den Teams der Kita besprechen“, erläutert Sabine Ackermann. Fest stehe auf jeden Fall, dass ein Teil der Palliativstation zu Gute kommen solle.

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