Bauauftakt für Wohnanlage in Erfurt vollzogen

Am 05. April 2018 war es so weit: Das Studierendenwerk Thüringen startete den Umbau und die Sanierung der ehemaligen Erfurter Zahnklinik sowie des dahinter stehenden ehemaligen Blutspendezentrums in eine Wohnanlage. Die Anlage bietet künftig etwa 305 Studierenden Wohnheimplätze in unmittelbarer Nähe zur Universität.. Im Beisein Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft und Andreas Bausewein, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt, wurde der Bauauftakt vollzogen.
Schon im nächsten Jahr sollen dann zum Wintersemester die ersten Mieter in die Gebäude schräg gegenüber dem Erfurter Unicampus einziehen Die Bausumme für beide Gebäude beträgt insgesamt über 16 Millionen Euro, davon knapp 12 Millionen Euro für das der ehemaligen Zahnklinik. Das Vorhaben wird im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Bau“ vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und mit Mitteln aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Studentenwohnheime“ des Thüringer Wissenschaftsministeriums gefördert.„Moderner, universitätsnaher Wohnraum zu bezahlbaren Preisen trägt wesentlich zur Attraktivität des Studienstandorts Thüringen bei“, sagte Tiefensee heute bei der Eröffnung. „Mit dem zusätzlichen Wohnheim steigt die Unterbringungsquote in Erfurt von 10 auf 14 Prozent. Das entlastet deutlich den Wohnungsmarkt am Hochschulstandort Erfurt.“ Für den Umbau der Zahnklink erhält das Studierendenwerk über 9 Millionen Euro aus Bundesmitteln in den Jahren 2016 bis 2019. Der Umbau der Zahnklinik ist eines von zehn Bauvorhaben im Rahmen des im November 2015 aufgelegten Wohnheim-Sanierungsprogrammes des Thüringer Wissenschaftsministeriums mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro und hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019.
Das Gebäude der ehemaligen Zahnklinik steht seit 2005 leer und bedarf umfangreicher Umbau- und Sanierungsarbeiten (Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwassersowie Daten-, Fernseh- und Elektrotechnikleitungen). Nach der bereits erfolgten Entkernung werden verschieden strukturierte Wohneinheiten geschaffen. Die bisherige Struktur eines Mittelgangs bleibt erhalten. Von diesem ausgehend können die Mieter ihre Appartements sowie Wohngemeinschaften mit zwei bis vier Zimmern erreichen. In den Zimmern der Wohngemeinschaften steht jedem Mitbewohner ein eigener Sanitärbereich zur Verfügung, wodurch hier noch stärker auf die Privatsphäre der Mieter Rücksicht genommen wird.
In jeder Etage ist die Einrichtung von barrierefreiem Wohnraum möglich, mehrere Aufzüge und ein barrierefreier Hauseingang werden ebenfalls bereitgestellt. Im Sattelgeschoss stehen  Gemeinschaftsräume für alle Bewohner zur Verfügung. In den Kellerräumen entstehen Waschmaschinen- und Trocknerräume sowie Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder. Auch im Außenbereich wird eine verschließbare Fahrradgarage errichtet.
Das Gebäude des ehemaligen Blutspendezentrums wird nach den Sanierungsarbeiten ca. 58 studentische Mieter in zwei barrierefreien und 14 Wohngemeinschaften für jeweils 4 Studierende beherbergen.
Mit den sanierten Gebäuden stehen damit zukünftig etwa 1300 Wohnmöglichkeiten in 11 Wohnanlagen für Studierende in Erfurt  zur Verfügung. Insgesamt bietet das Studierendenwerk in Thüringen derzeit  7600 Studierenden in 70 Wohnanlagen eine Unterkunft.

Und so soll es mal aussehen:

Architektenbild Wohnheim Nordhäuser Str. 78      Tafel für Bauauftakt

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